Alte Herren – Die Oldies

Ansprechpartner:

Sasan Aarabi
Im Sauerborn 27a
61184 Karben-Kloppenheim
Tel.: 0152-22933602
Mail:  aarabi8@gmx.de

Berichte:

16.07. – 19.07.2022  Fronleichnams- Ausflug nach Türkheim (Allgäu)

Endlich – nach 3 Jahren leidigen Wartens durften wir wieder auf unseren allseits geliebten Alte-Herren-Zeltausflug fahren. Aufmerksame Leser unserer Berichte wissen, daß es sich hierbei um eine lange Tradition handelt und wir in diesem Jahr (nach zweimaliger Coronabedingter Pause) sogar das 40. Ausflugsjubiläum feiern durften, was wir – wie die Teilnehmer aus ihren Erinnerungen vielleicht noch wissen  – auch gebührend gefeiert haben!!! Und das obwohl die Voraussetzungen durch das Fehlen langjähriger Mitfahrer nicht die Besten waren. Ob Privat verhindert, Bandscheibenschaden, Zahn-OP, Teilnahme an den deutschen Kegelmeisterschaften, im Urlaub weilend oder aus Angst sich kurz vor dem Urlaub beim schlafen im 16-Mann-Zelt mit Corona zu infizieren – viele verschiedene, nachvollziehbare Gründe verhinderten, dass Steve, Heino, Schmusi, Höcki, Delzepisch, Uwe sowie die Mitgründer dieser genialen Tradition Reinhard und Peter (die Geißböcke ) die Jubiläumsfahrt verpassten. Und Sie haben wirklich einiges verpasst!!! Als wären diese Ausfälle nicht schon schmerzhaft genug gewesen, hat das Coronavirus knapp eine Woche vor der Abfahrt ausgerechnet den Organisator der Fahrt, unseren AH-Kapitän und Präsi des Vereins Heady außer Gefecht gesetzt. Obwohl symptomfrei und fit, wollte der Test bis zur Abreise einfach nicht mehr negativ werden, so daß ein weiterer fester und wichtiger Bestandteil unserer Ausflüge leider absagen musste.Wie man ihn kennt, hat er im Vorfeld alles bestens organisiert und den Staffelstab mit allen wichtigen Daten und Telefonnummern an Hoppel weitergegeben, der sich fortan als Reiseleiter beweisen durfte, was ihm vorzüglich gelingen sollte!!!Der eigentliche Startschuss dieses Ausflugs erfolgte wie schon bei der ersten Auflage im Jahre 1981 bereits Mittwochs Abends beim Verladen von Zelten, Liegen, Schlafsäcken, Stühlen und Reiseproviant in den beiden Versorgungsbusen, für die wir uns auch in diesem Jahr wieder bei der Firma Polygonvatro (organisiert von Schiene) und unserem langjährigen Mitspieler Rafael Martinez bedanken möchten!!! Glück für Neufahrer Boris, das Sasan während des Verladens noch mal telefonisch bei ihm nachgefragt hat, ob er auch etwas abzugeben hätte. Unsere Geschichten aus den Vorjahren waren scheinbar so gut, das er vermutet hat, das unser großes Zelt schon mit Allem inkl. Liegen und Schlafsack ausgestattet ist . So kamen er und (natürlich) Künzellinho erst, als die Busse schon weg waren, profitierten aber davon, das Uthi ihre Utensilien noch nachträglich aufgenommen hat.Für das leibliche Wohl an diesem Abend war dank Rainers 80. Geburtstag zwei Wochen zuvor ebenfalls gesorgt, da unser Alterspräsident es sich nicht nehmen ließ, uns mit einer großen Mengen leckeren Bratwürsten zu verabschieden. Aufgrund der frühen Abreise am kommenden Morgen verließen wir deutlich früher und mit etwas weniger Bier im Körper als es normalerweise Mittwochs Abends der Fall ist den altehrwürdigen Kloppenheimer Hang.Donnerstags früh um 5:45 Uhr trafen wir uns am heimischen Sportgelände zur Abfahrt, wo bereits das erste von vielen Highlights zu beobachten war, als der zweite Neufahrer Erol feststellen musste, das er das Gepäckvolumen eindeutig unterschätzt hat und wohl doch besser seine Sachen am Vortag abgegeben hätte. Trotz allem umräumen und Kofferraum-Tetris musste im Endeffekt doch ein großer Rucksack auf der Rückbank von Hoppels Auto Platz nehmen.Dann konnte es endlich losgehen. Püppi (Mitfahrer: Aldo, Karl-Heinz und Grossi), Erol (Mitfahrer: Boris, Marco und Sasch) und Hoppel (Mitfahrer: Peter und Sasan) setzten die Motoren in Gang, die Insassen brachten ab ca. 6°° Uhr morgens ihre inneren Motoren zum Glühen, während die Versorgunsfahrzeuge um Schiene/Stepi und Coachi/Uthi  bereits eine halbe Stunde vorher Richtung Türkheim im wunderschönen Allgäu starten mussten.Beim kurzen Pitstop an der Raststätte Ellwanger Berge trafen wir dann auch endlich auf das „Wöllschter“ Auto um Wulle (Mitfahrer Simon, Andi und Paul) und die ersten Gespräche ließen bereits einen lustigen Tag erahnen.Nach weiteren 1,5 Stunden Fahrt trafen wir dann am Ziel ein, wo die Versorgungsbusse und unser Exil-Kloppenheim Paddy uns bereits erwarteten. Da unser „Kontaktmann“ vor Ort Sven selbst noch auf einem Kurztrip weilte, wurden wir vertretungsweise von Marco im Namen des SV Salamander Türkheim begrüßt, der uns mit den Gegebenheiten vertraut machte und uns den Schlüssel fürs Sportheim aushändigte.Trotz drei Jahren Pause lief der Aufbau der Zeltstadt routiniert ab, als würden wir das mehrmals im Jahr machen – auch wenn das Erol-Auto aufgrund vermehrter Pinkelpausen etwas später ankam und damit den Part übernahm der in den Jahren vorher dem „Spaßauto“ oblag. Als alles fertig war, kam es zum Super-Gau: Die Zapfanlage lief nicht!! Allen Versuchen unseres Gastro-Profis Stepi und eines Anrufs bei unserem Getränkeverleiher am Feiertag zum Trotz wollte nix klappen und wir überlegten schon ob die Flaschenvorräte im Vereinsheim der Türkheimer für den ganzen Tag reichen würden. Insbesondere Peter, der Hoppel und Sasan während der Hinfahrt bestimmt 10x mal erzählte wie sehr er sich nach dem ganzen Flaschenbier auf ein frisch gezapftes Pils freut, wollte das Thema Zapfanlage nicht ruhen lassen und probierte es flankiert von immer neuen Assistenten mit allen Mitteln (aufschrauben, mit warmen Wasser durchspülen, da sie vereist war usw.) das Gerät zum Laufen zu bringen.Während der Großteil der Truppe sich wohl oder übel mit den vorhandenen nicht grade berauschend schmeckenden einheimischen Flaschenbieren vergnügte, kamen plötzlich laute Jubelschreie aus dem Vorzelt: Peter hatte die Zappanlage besiegt. Minutenlanger Gesang: „OH Zappanlaaach, OH Zappanlaaach – OH Zappanlaaach, OH Zappanlaaach in diesem Jahr…“ eröffnete einen feuchtfröhlichen, für alle dabei gewesenen unvergesslichen langen Tag.Traditionell müssen Teilnehmer bei ihrem ersten Ausflug eine Flasche Schnaps mitbringen. Erol schien das falsch verstanden zu haben und packte eine ganze Kiste unserer Hausmarke ein, was wir alle zunächst noch für übertrieben hielten. Nachdem die zweite Flasche bereits in den frühen Mittagsstunden die Runde machte, erreichte mit Nez auch unser dritter Neufahrer die Szenerie. Nach mehreren Kaltgetränken bei Kaiserwetter, begab sich die Hälfte der Truppe zum traditionellen Barfuß-Lattenschießen, was der einzige Moment war in dem Hoppel nicht in die Fußstapfen von Heady treten konnte. Er hat zwar nicht verloren, aber doch ziemlich lange für den/die entscheidenden Treffer gebraucht. Der erste Verlierer war überraschenderweise Sasch, der ein wenig an seiner eigenen Arroganz scheiterte, als er zwischenzeitlich bei zwei Versuchen den Ball nur leicht antippte mit dem sicheren Gefühl sowieso irgendwann die Latte zu treffen. Die zweite Runde schnappte sich in diesem Jahr Paule, der sich dafür im Spiel zwei Tage später als treffsicher erwies (siehe Extrabericht zum Spiel in Türkheim). Zum Lattenschießen sollte noch erwähnt werden, das Paddy für seine beiden Treffer nur zwei Schüsse gebraucht hat,  was er uns während des gesamten Ausflugs immer wieder aufs Brot geschmiert hat und deshalb nicht verschiegen werden sollte. Einigen hat die sportliche Betätigung beim Lattenschießen noch nicht gereicht, so daß sie direkt weiter auf das Beach-Volleyball-Feld zogen und sich dort noch eine für den Zustand einigermaßen ansehnliche Partie lieferten, während die anderen sich wieder komplett dem Flüssigkeitshaushalt widmeten.Bis die Sportskanonen wieder zurück zu den Bierzeltgarnituren kamen, hatte Uthi bereits den Grill angeworfen, auf dem er verschiedene Würstchen, Steaks und Grillfackeln für uns zubereitete, die genau zum richtigen Zeitpunkt kamen. Frisch gestärkt nahm der Abend jetzt richtig Fahrt auf und das erste 50-Liter-Fass war schnell Geschichte, obwohl vorher bereits ca. 30 Liter an Flaschenbier bei den Gastgebern umgesetzt wurden. Neben verschiedensten Musikrichtungen von Alexa, durften natürlich auch unseren eigenen Knaller „Donau“ und „Hammer“ nicht fehlen. Wie üblich in solch einer gelösten/teils hemmungslosen Stimmung war die Verlockung auf die Bierbänke zu steigen für einige Protagonisten zu groß. Es ging eine ganze Zeit trotz einiger Wackler gut, bis es kam wie es kommen musste und die Bank auf der Peter, Hoppel und Boris standen nach hinten umfiel (wer zuerst wackelte oder fiel konnte nicht mehr eindeutig ermittelt werden), was zu einem kurzen Schockmoment innerhalb des Teams führte, da sich Peter offensichtlich weh getan hatte – was sich nach der Rückkehr vom Ausflug als Rippenbruch rausstellen sollte. Nach kurzer Behandlung standen bzw. saßen alle wieder und die wilde Fahrt konnte weiter gehen, auch wenn Manchen die Strapazen des Tages anzumerken waren und die ersten sich in die Zelte verabschiedeten (Marco ist im Verlauf des Tages/Abends 3x wieder aufgestanden ). Grossi und Nez, die in einer Pension ca. einen Kilometer vom Sportplatz entfernt eingebucht waren, wussten am nächsten Tag zu berichten, das man und bis kurz vor der Pension glasklar gehört hat. Hut ab an die Einwohner von Türkheim, dass es zu keiner Beschwerde kam, was wir aus unseren Gefilden doch teilweise anders kennen. Alle die es nicht rechtzeitig ins Bett geschafft haben, bekamen um 23:30 noch einen Überraschungsgast zu sehen als Franko, der zwar nicht in unseren Alten Herren kickt, aber vom Fußball oder privat fast die ganze Truppe kennt, überraschenderweise auftauchte, was seinen Nachbarn Marco zum dritten Mal aufstehen ließ. Zu seinem Leidwesen waren wir nicht mehr alle in der Lage dies gebührend zu feiern und die letzten mussten trotz Frankos Überredungskünsten nach einer 20-Stunden-Übung „bereits“ um 2 Uhr die Segel streichen, was nach über 100 Litern Bier (die auf der Hinfahrt getrunkenen Biere NICHT eingerechnet!), 10-15 Litern Apfelwein und 6 Flaschen Schnaps allerdings nicht verwunderlich war. Der Freitag Morgen begann größtenteils schleppend und den meisten von uns waren die „Strapazen“ des Vortages noch anzumerken bzw. anzusehen. Trotzdem raffte sich Simon auf die Gläser und Teller zu spülen, während sein Bruder Wulle wie in jedem Jahr als Brötchenholdienst fungierte und Schiene sich zum neuen Rühreikoch aufschwung. Ein reichhaltiges Frühstück – unser jahrelanger Chefeinkäufer Uthi hatte für jeden was dabei – und schon kam die Farbe langsam zurück in die Gesichter, so daß wir zu neuen Heldentaten aufbrechen konnten.Der Fußmarsch zum ca. 1,5 km entfernten Bahnhof von Türkheim war zwar anfangs noch etwas beschwerlich, half aber die müden Knochen wieder munter zu machen. Ein Highlight für die aufgrund der Ausfälle wenigen verbliebenen Bayern-Fans war ein Wohnhaus an der „Säbener Allee“ an dem gleich Erinnerungsfotos geschossen wurden. Am Bahnhof angekommen erlebten wir erstmals den Wahnsinn um die 9-Euro-Tickets hautnah: Verspäteter Zug – volle Waggons – und das alles maskiert bei knallender Sonne. Gottseidank war die Fahrt nicht so weit und wir kamen schon bald am Bahnhof von Buchloe an, wo wir unseren Anschlusszug nach Kaufbeuren verpassten und eine halbe Stunde warten mussten. Paddy, der sich bereits morgens am Zeltplatz mit Konterbieren regeneriert hatte, hatte dann die rettende Idee und besorgte am Bahnhofskiosk Bier für die Truppe, was endgültig das Leben in die Truppe zurückbrachte. Im schönen Kaufbeuren angekommen, zogen wir Richtung Innenstadt um uns das Städtchen anzusehen. Empfangen von einer Bayerischen Blaskapelle zogen wir durch die engen Gassen der Historischen Altstadt, wo die FSV-AH-Eintracht-Ultras den siebten Sinn zu haben schienen und kurz in eine Kirche eingelaufen sind, in der es einen G-Block gab vor dem sich die Jungs in Jubelpose fotografieren liesen. Etwas enttäuschend in Kaufbeuren war, das bei bestem Biergartenwetter kein Biergarten vor 18°° Uhr geöffnet hatte und wir uns anderweitig nach einer Lokalität umsehen mussten. Glücklicherweise liefen wir an einer Pizzeria mit Außenbereich vorbei, an der zwei Tische frei wurden und uns die anderen Gäste zugesichert hatten alsbald gehen zu wollen, so daß wir mit 20 Mann dort einlaufen und uns mit Italienischem Essen und Bayerischem Bier stärken konnten. Während wir da saßen sprachen sich Organisator Hoppel und Kassenwart Püppi ab und organisierten 4 große Taxen, die uns direkt zurück in den Heimathafen am Türkheimer Sportplatz brachten, um uns eine erneute Bahn-Tortur zu ersparen. Zurück am Zeltplatz ging es wieder an die tags zuvor frenetisch gefeierte Zappaaalach um das eine oder andere frisch gezappte Licher zu genießen, was insbesondere den Herrschaften gut tat, die nicht sonderlich begeistert vom Bayerischen Hellen sind. Einige kloppten Skat, während die anderen einige Anekdoten die kein Auge trocken ließen zum Besten gaben bis wir gegen 18°° in denSchloßgarten – ein herrlischer Biergarten – von Türkheim aufbrachen, wo ein gemeinsames Abendessen anstand. Obwohl wir uns bei der Telefonischen Vorbestellung auf vier Gerichte reduzieren sollten, um die Wartezeiten zu verringern, ließ unser sehr schneller und cooler Kellner Dennis einige Ausnahmen zu. Trotzdem kam das Essen schnell, war alles Superlecker und das zu sehr fairen Preisen – nurdas Pils der Aktienbräu Kaufbeuren auf der Karte sollten sie hinterfragen. Die Pilstrinker Peter und Sasan freuten sich statt Hellem ein Pils bestellen zu können und wurden dafür bitter bestraft. Man hat die beiden noch nie so lange an einer Flasche Pils trinken sehen!!! Nachdem seit dem Ausflug 2017 das Westheimer Pils immer das Synonym für schlechtes Bier war, müssen wir nach dieser Naherfahrung Abbite leisten.Überschattet wurde der Ausflug in den Schloßgarten nur durch einen Schockmoment, den uns einer unserer Teilnehmer mit einem Gottseidank scheinbar nur Sekundenschlaf bescherte, der im ersten Moment wesentlich ernster aussah und der Schock war den meisten noch einige Minuten anzumerken – am lockersten sah es der Betroffene selbst .Alsbald ging es wieder zum Sportgelände, wo es zwar ruhiger als am Vortag zuging, aber trotzdem kein Auge und vor allem keine Kehle trocken blieb. Unser Feuerteufel Püppi ließ sich nicht zweimal bitten und entfachte ein verspätetes Mai-Feuer, das legendär werden sollte. Nachdem sich die Holzvorräte dem Ende zuneigten, wurde kurzerhand das Papier aus der Papiertonne verbrannt, was natürlich nicht ewig halten konnte, also gingen Paul und Erol auf Wanderschaft, um weiteres Brennmaterial zu beschaffen, was ein beeindrucktes Feuer mit teilweise unglaublichen Bauten zur Folge hatte und für reichlich Erheiterung bei der geschrumpften Truppe sorgte, bis gegen 2:30 mit dem Feuer auch langsam die Power erloschen war und wir uns in die verschiedenen Zelte verkrümelten. Nach den üblichen morgendlichen Ritualen rund ums Brötchen holen, Eier backen, frühstücken und spülen, mussten wir am Samstag morgen mit Püppi, Paddy und Franko bereits die ersten Schäfchen verabschieden, die wg. privater Verpflichtungen leider einen Tag früher abreisen mussten, so daß unser Abschlußfoto bereits einen Tag früher geschossen werden musste.Mit dem Wissen Abends bei einer Gluthitze nach all den körperlichen Strapazen der Vortage zum Spiel gegen den Heimverein SV Salamander Türkheim (siehe separaten Spielbericht) antreten zu müssen, starteten wir keine großen Ausflüge mehr, sondern begaben uns nur mit einer großen Gruppe in das benachbarte, sehr schön angelegte Schwimmbad, während eine Handvoll die schattigen, ruhigen Plätze rund um die Zeltstadt bevorzugten. Mit der Ruhe dort sollte es aber bald vorbei sein, da unser Organisator vor Ort Sven es gut meinte und mit seiner Motorsäge Holz für unser abendliches Lagerfeuer zurechtstutzte. Der Lärm war Karl-Heinz zu viel und er verabschiedete sich auf eine Wandertour, von der er erst mehrere Stunden später zurückkehren sollte, als wir schon anfingen uns Gedanken zu machen.Währenddessen kam es im benachbarten Schwimmbad zu tumultartigen Szenen. Menschen im Wasser schwammen um Ihr Leben, während rund ums Wasser immer wieder Beifall, Anfeuerungsrufe und Gelächter aufbrandeten. Schiene, der bereits am Sportplatz vollmundig den Arschbomben-Contest angesagt hatte, hielt Wort und zeigte seine ganze Kunst. Mit einzigartiger Körperspannung, gezielten Abschüssen und hohen Wasserspritzern erarbeitete er sich sogar einen Fanclub aus kleinen Jungs, die ihn immer wieder fragten, was sie bei Ihren Bomben besser machen können. Ansonsten testeten wir Bier und Currywurst im Schwimmbad, spielten Skat oder Frisbee und hatten eine Menge Spaß bis wir den kurzen Rückweg antreten mussten, um uns auf das Spiel vorzubereiten.Nach dem Spiel luden wir das Heimteam noch zu Bier, Schnaps (insbesondere Wulle entpuppte sich hierbei als Animateur) und diversem Grillgut an unseren Zeltplatz ein. Eine Mannschaft aus jungen Flüchtlingen, die von einem unserer Gegner nach dem Spiel noch ehrenamtlich trainiert wurde, wurden ebenfalls verköstigt – allerdings nur mit Grillgut und nicht mit Alkoholischen Getränken. Bis auf eine mehr als unglückliche Äußerung in Erols Richtung, bei der er Gottseidank souverän reagierte und kein anderer von uns sie mitbekommen hat, entwickelte sich ein geselliger Abend der Völkerverständigung und mit einigen Frotzeleien über das vorherige Fußballspiel. Nach und nach verabschiedeten sich unsere Gäste nur unser Schiri Zoran hatte scheinbar gefallen an uns gefunden und biss sich ein wenig fest, bis auch er seinen Heimweg antrat. Paul und Erol schienen schon über den ganz Ausflug gefallen an Aldos Strohhut gefunden zu haben und wollten ihm diesen unbedingt abkaufen, um ihn anschließend im von Nez akribisch aufgesetzten Lagerfeuer zu verbrennen. Nach dem die Konditionen ausgehandelt waren, begaben sich die zwei auf Sammeltour und bekamen tatsächlich die von Aldo gewünschte Summe zusammen, der Wort hielt und den Jungs seinen Hut aushändigte. Unter großem Jubel und Gesang wurde Aldos Hut ein Opfer der Flammen. Kurze Zeit später war dann auch das dritte und letzte unserer drei 50-Liter-Fässer geleert, so daß wir noch mal auf die Bierreserven der Türkheimer zurückgreifen mussten, um durch den Abend zu kommen. Nach einigen weiteren Kaltgetränken und viel Spaß begaben sich die letzten gegen 2:30 Uhr wieder Richtung Bett, wobei unser Coachi im großen Zelt seiner Aufsichtspflicht nachkam und testen wollte, ob Saschas Schlafmaske auch richtig funktioniert und ob Karl-Heinz gut schläft.Der Abreisetag ist schnell erzählt: Ein letztes gemeinsames Frühstück, ein organisierter Abbau der Zeltstadt inkl. Verladung in die Versorgungswagen, ein Geburtstagsvideo für unseren daheimgebliebenen Wolfjang und das Sportgelände in Türkheim sah aus als wäre in den drei Tagen zuvor nichts passiert. Der Heimweg war trotz Ende der Pfingstferien in Bayern dieses Mal überraschenderweise so gut wie staufrei, so das wir problemlos durchgekommen sind.Zum Abschluss bleibt nur Danke zu sagen an die Gastgeber vom SV Salamander Türkheim für die Räumlichkeiten und das große Vertrauen, das uns entgegen gebracht wurde, an Rafael Martinez und Polygonvatro für das Ausleihen der Versorgungsbusse, an Uthi für den Einkauf der Verpflegung, wo es an nichts gefehlt hat, und das Grillen vor Ort, an Wulle für den morgendlichen Brötchenservice, sowie an Heady für die Organisation im Vorfeld und an Hoppel für die Organisation vor Ort. Aber das größte Dankeschön geht an alle Teilnehmer für eine geniale, harmonische Stimmung mit ausgelassenen Feiern, die diesen Ausflug unvergesslich machen wird!!! Hoffe Ihr ALLE und unsere dieses Jahr ausgefallenen FSV-Oldies sind auch im Jahr 2023 wieder am Start – wo auch immer uns die Reise hinführt!!!

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18.06.2022  SV Salamander Türkheim – FSV  0:3 (0:2)
Flüssige Kombinationen bei Gluthitze und hohem Pegel 
Nachdem wir im Vorfeld der Partie mehrfach erfolglos probiert haben über die Verkleinerung des Spielfeldes und der Spielerzahl zu verhandeln, da einige Spieler gar nicht erst mit auf dem Ausflug waren, einige wenige schon mit leichten Blessuren angereist sind und alle aus den vorangegangen 60 Stunden des Ausfluges ein deutliches Schlafminus und ein noch deutlicheres Alkoholplus vorweisen konnten, hatten wir uns bereits auf harte 70 Minuten Großfeld bei 30° im Schatten eingestellt – wobei auf dem Platz kein Fleckchen Schatten zu sehen war.Glücklicherweise hatten unsere Gastgeber aus Türkheim bereits am Vortag ein Spiel, sowie einen 40. Geburtstag zu feiern, so daß sie auf einmal selbst nur noch 9 Spieler stellen konnten und unser ursprünglicher Wunsch dann doch erfüllt wurde.Nach paar gegenseitigen warmen Worten und einer Wimpelübergabe, konnte das Spiel relativ pünktlich starten und unsere Fans bekamen überraschenderweise ein sehr ansehnliches Fußballspiel von uns zu sehen, bei dem selbst die Laufarbeit beachtlich war, wenn man wie o.a. berücksichtigt, das in den zweieinhalb Tagen zuvor viel getrunken (auch tagsüber vor dem Spiel) und wenig geschlafen wurde und sich ein Großteil der Mannschaft tagsüber im nahegelegenen Schwimmbad vergnügt hat.Die Vorgabe aufgrunddessen den Ball laufen zu lassen, da der die meiste Luft hat, setzen wir zunächst konsequent um und zeigten das von uns gewohnte abgeklärte Pass- und Positionsspiel, wobei wir uns erstaunlich schnell an das kurzfristig aufgerufene 3-4-1 gewohnt hatten. Lediglich die fehlenden Linien auf dem Spielfeld ließen uns manchmal ein wenig die Orientierung verlieren. Auch die Gastgeber versuchten es über Kurzpasspiel, sahen sich aufgrund guten Verschiebens unsererseits zu guter Letzte dann doch oftmals gezwungen es mit hohen Bällen aus dem Halbfeld zu versuchen, die allesamt sichere Beute unserer starken Dreierkette , bei der Boris und Simon von Wulle umsichtig geleitet wurden.Unsere gut strukturierten Angriffe liefen zumeist über die rechte Seite über die Andi mit der Kraft der zwei Herzen immer wieder im Rücken der Abwehr davonlief, was Paule die Möglichkeit gab von der linken Seite immer wieder in die Mittelstürmerposition zu starten, um Hoppel zu unterstützen. Eine dieser Aktionen führte auch zur Führung. Simon fing einen halbhohen Ball der Türkheimer ab und eröffnete direkt übers Zentrum, wo der Ball über Nez und Sasan bei Andi landete – ein unwiderstehlicher Flankenlauf, eine präzise Flanke auf den zweiten Pfosten wo Paul sich hochschraubte und den Ball ins kurze Eck einnickte.Danach verpassten Andi, Wulle und Hoppel die Möglichkeit zu erhöhen, da sie beim Abschluss die gewalt- statt die gefühlvolle Variante wählten. Beim 2-0 profitierten wir erneut von unserer Ballsicherheit an deren Ende Paul nach Doppelpass mit Hoppel zum 2-0 einschießen konnte. Hätte der Schiedsrichter nicht so eine eigenwillige Aus- und Abseitsregel gehabt, hätten wir unter Umständen noch 1-2 Treffer mehr erzielt – beim gemeinsamen Feiern nach dem Spiel konnten wir uns dann denken woran die eine oder andere Wahrnehmungsstörung gelegen haben könnte Es folgten einige Chaosminuten, da wir innerhalb einer Minute 3x fliegend gewechselt haben und somit die Ordnung ein wenig verloren ging, was jedoch nicht den eingewechselten Spielern angelastet werden sollte. Es soll ja jeder – grade unter solchen Umständen – zum Einsatz kommen aber bitte zukünftig darauf achten, das wir nur bei Spielunterbrechungen wechseln und dem Spieler die Möglichkeit geben sich warm zu machen bzw. sich auf seine Position einzustellen bevor er auf dem Platz steht. Mit einer Monsterparade, bei der er den Ball aus dem kurzen Winkel fischte, behielt Sasch in diesem Chaos die Übersicht. Das wir in der Phase on top noch wieder zu schnell und steil nach vorne gespielt haben, anstatt unsere vorherige Stärke weiter auszuspielen, sorgte dann kurz vor und in der Halbzeit für etwas Unmut bei unseren beiden zentralen Mittelfeldspielern Nez und Sasan.In der zweiten Halbzeit kam beim Gastgeber ein zusätzlicher Spieler aufs Feld, so daß es 10 gegen 10 weiterging, was am Spielverlauf aber  nichts ändern sollte. Wir kombinierten uns zu einigen Chancen und ließen zunächst hinten nichts zu. Schade das ein Volleyschuß von Schiene, bei dem er fast so viel Körperbeherrschung bewies wie Mittags mehrfach vom 3-Meter-Brett, in letzter Sekunde abgeblockt wurde. Das 3-0 war dementsprechend nur eine Frage der Zeit und wurde von Hoppel mit einem sehenswerten Schlenzer aus 16 Metern erzielt.Im Gefühl des sicheren Sieges wurden wir in der Defensivarbeit etwas leichtsinniger, wodurch die Salamander doch noch zu 3-4 hochkarätigen Möglichkeiten kamen, bei der einmal der Pfosten Pate stand und die anderen 3x Sascha herausragend reagierte, wobei man ihm von Parade zu Parade immer mehr anmerken konnte, das er unbedingt die 0 halten wollte, die er sich am Ende auch verdient hatte!!! Einziger Wermutstropfen dieses Spiels war die wiederaufgebrochene Leisten-/Adduktorenverletzung kurz nach der Halbzeit bei Sasan, nachdem er nach 7-Wöchiger Verletzungspause an diesem Tag sein Comeback feiern durfte.Am Ende steht ein hochverdienter Sieg und eine geschlossen gute Mannschaftsleistung. Über die dritte Halbzeit und das sonstige Geschehen rund um das Spiel werdet Ihr im gesonderten Bericht zum AH-Ausflug näheres erfahren. 

Aufstellung: Marscheck – S. Wolf, M.Wolf, Nietzsche – Künzel, Salihu, Aarabi, Arnold – Haas 

Joker: Avci, Stieber, Uth, Widmann

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08.06.2022  FSV – FC Ober-Rosbach  0:2 (0:0) – Chancenplus, trotz schwacher Leistung und 2 Negativrekorden Sicherlich waren die Voraussetzungen durch die erneuerte/verjüngte Mannschaft der Rosbacher und die größer gewordene Ausfall-/Verletztenliste unsererseits nicht die Besten, aber da wir trotz allem einen mehr als schlagkräftigen Kader aufbieten konnten, ist die gezeigte Leistung damit nicht zu entschuldigen.Es war seitdem kleinen Umbruch der AH Anfang der 2010er nicht nur die erste Niederlage gegen Rosbach, sondern auch das erste Mal in dieser Zeit das wir zwei Spiele in Folge verloren haben und das erste mal seit mehr als einem Jahrzehnt das wir in einem Spiel kein Tor erzielen konnten!Im Spiel merkte man von Anfang an, das wir unsere spielerische Leichtigkeit und damit unsere Stärke irgendwie nicht auf den Platz bekommen haben, was sich in vielen einfachen Fehlpässen und Ballverlusten wiederspiegelte. Ordnung auf dem Spielfeld war ebenfalls sehr überschaubar, so daß  für diejenigen die nicht bei der Besprechung dabei waren nur zu erahnen war welche Taktik bzw. welchers System wir spielen. In einem generell schwachen, aber sehr fairen Spiel waren taktische Disziplin und Lauffreude auch die einzigen Vorteile den die Gäste uns gegenüber hatten, was insbesondere bei Angriffen über die Außenbahnen auffällig wurde, wo der FCO des Öfteren Überzahlsituationen schaffen konnte, da das Verschieben an diesem Tag bei uns überhaupt nicht funktionieren wollte.Trotz allem kamen wir realtiv früh im Spiel zur ersten Großchance, als ein Querschläger in der Abwehr halb hoch bei Hoppel landete, der allerdings anstatt zu versuchen den Ball aus 18m volley ins verwaiste Tor zu schießen, den Ball runter holen wollte, wodurch die Chance verpuffte. Zu allem Überfluß zerrte er sich bei dieser Aktion auch noch die Leiste, konnte aber erstmal weiterspielen. Auch die Gäste kamen zu zwei Großchancen bei denen einmal Sascha bei einem Kopfball aus abseitsverdächtiger Position reaktionsschnell abtauchte und den Ball um den Pfosten drehte und einmal das Aluminium bei einem abgefäschten Schuss für uns retten konnte.Ein Kopfball von Wulle nach einer Ecke, sowie zwei gute Einzelleistungen von Paul und Nez, die dann jeweils mit Schüssen aus spitzem Winkel am sehr guten Torhüter scheiterten – wobei in beiden Fällen auch ein Querpass möglich gewesen wäre –  beendeten 1.Halbzeit.Mit der Hoffnung das in der zweiten Halbzeit alles besser wird, da wir für gewöhnlich keine zwei schlechten Halbzeiten spielen, ging es zurück auf den Platz, wo die Hoffnungen dann relativ schnell wieder zerstört wurden. Das Spiel wurde noch schwächer und als auf unserer Trainer-/Auswechselbank schon darüber spekuliert wurde, ob es schon mal ein 0-0 in einem AH-Spiel gab, fiel aus dem Nichts die Gästeführung. Ein „Sonntagsschuss“ aus 22 Metern am Mittwoch-Abend, den der Schütze nicht richtig erwischt hat und damit sich selbst genauso wie unseren chancenlosen Keeper Sasch überraschen konnte. Die Folge war ein wildes, allerdings unstrukturiertes Anrennen unsererseits. Exemplarisch dafür der Schockmoment als Wulle und Paul nach einer Flanke im gegnerischen Strafraum mit den Köpfen aneinander stießen, da entweder nicht gerufen oder zugehört wurde – Gottseidank konnten beide weiterspielen, auch wenn Paul erstmal ein paar Minuten pausieren musste.Eine zu kurz abgewehrte Ecke, ein abgefälschter Schuss und es stand 2:0 für die immer noch sehr diszipliniert auftretenden Gäste. In der Folge wurden unsere Angriffe zwar nicht strukturierter, aber zumindest gefährlicher, so das wir noch zu drei Großchancen kamen. Zunächst schob Hoppel nach Zuspiel von Andi frei vorm Torhüter den Ball knapp am Tor vorbei, wobei er sich etwas verdrehte, was das endgültige Aus für seine Leiste an diesem Tag bedeuten sollte. Als nächstes kam Paul nach Steilpass von Nez zu einer Doppelchance halbrechts im Strafraum, während der erste Versuch noch etwas zu zentral und damit kein Problem für den Gäste-Torwart war, musste der Torhüter beim Nachschuss aus 5 Metern reaktionsschnell retten. Zu guter letzt hat Nez im 16er mit zwei Haken alles richtig gemacht und sich Abwehr und Torhüter zurechtgelegt, um sich dann beim Abschluss doch für die falsche Ecke zu entscheiden. Es sollte an dem Tag einfach nicht sein. Bei aller berechtigter Kritik muss man der Mannschaft zumindest das Kompliment machen das sie bis zum Ende alles probiert hat und sich aufgrund der Chancen auch auf jeden Fall ein Unentschieden verdient hätte. Außerdem positiv zu erwähnen sind mit Stefan „Otsch“ Born und Andre Bugler zwei weitere Debütanten, die ihre Sache wirklich gut gemacht haben und für die Zukunft hoffen lassen.In der dritten Halbzeit waren wir wieder bei alter Stärke und werden mit Sicherheit in den nächsten Spielen zeigen können, das wir auch in den ersten beiden Halbzeiten noch eine Top-Mannschaft sind. 

Aufstellung: Marscheck – Born, Weber, Agdas – Künzel, Arnold, M.Wolf, Salihu, Salzmann – Haas, Avci 

Joker: Bugler, Koch, Stieber 

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30.05.2022  Sportfreunde Friedrichsdorf – FSV  3:2 (2:0) – Chancenwucher in Halbzeit 2

Das Spiel stand von unserer Seite bis zwei Tage vor Anpfiff aufgrund zahlreicher Ausfälle auf der Kippe. Neben den Langzeitverletzten Sven, Stepi, Kaya und Toto, den Verhinderten Erol, Viktor und Heino, den kranken Sascha, Schiene und Simon, den Verletzten Sasan, Salzi und Mülli, sowie den Urlaubern Höcki und Bo konnte uns aus verschiedenen Gründen auch keiner unserer Backups Sammy, Siggi, Ole und Flo an dem Tag helfen. Zu allem Überfluss mussten wir auch noch auf unseren im Urlaub befindlichen Coach verzichten. Glücklicherweise konnte Hoppels Hochzeitstag verschoben werden, hat sich ein Aufpasser für Pauls Kinder gefunden, war die Meisterschule von Marco pünktlich fertig, wurde Corona bei Marc und Bernd rechtzeitig besiegt, haben sich Delzepisch (der eigentlich nur noch trainieren, aber nicht mehr spielen wollte) und Steve (der nicht mehr auf Kunstrasen kicken wollte) bereit erklärt zu spielen, so daß wir mit 13 Mann und gut besetzt zu den Sportfreunden fahren konnten. Wobei man anmerken muss, dass Hoppel, Marco (jeweils 70 Minuten) und Heady (15 Minuten) am Vortag noch bei der 1. und 2. Mannschaft aushelfen mussten

In der über dem großen Kunstrasenplatz in Friedrichsdorf untergehenden Sonne endwickelte sich von Beginn an ein sehenswertes Spiel, bei dem wir um spielerische Linie bemüht waren und gefällig den Ball zirkulieren ließen, während die den Kunstrasen gewohnten Friedrichsdorfer mehr mit langen Bällen operierten und auf schnelle Angriffe aus waren. Die Sportfreunde Friedrichsdorf haben im Vergleich zum letzten Duell vor 2,5 Jahren eine Frischzellenkur gehabt und einige jüngere Spieler dazubekommen, die vor allem Gardemaß und eine gewisse Lufthoheit aufs Spielfeld brachten. So war es nicht verwunderlich das das erste Tor nach einem Eckball zustande kam bei dem der Friedrichsdorfer trotz 5 Gegenspielern in unmittelbarer Nähe völlig unbedrängt einschädeln konnte. Wir ließen weiterhin den Ball sehr gefährlich durch unsere Reihen zirkulieren, aber am 16er war entweder Schluß oder die Hereingaben waren etwas zu fest/ungenau. Trotzdem kamen wir durch Marc und 2x Paul zu guten Einschußmöglichkeiten im 16er bei denen der Abschluß leider nicht optimal war. Zwischenzeitlich kamen die Gastgeber zum 2:0, als sie einen unbedrängten langen Ball von unserem Torwart 40 Meter vor unserem Gehäuse aufnehmen konnten und dann durch einen gut ausgespielten Konter erhöhten.

Die Jungs haben die Fehler – vor allem in der Laufarbeit – in der Halbzeit analysiert und man konnte mit Beginn der zweiten Halbzeit feststellen, das wir nun neben spielerischer Klasse auch noch die nötige Laufbereitschaft an den Tag legten. Diese sollte auch relativ schnell belohnt werden: Künzellinho konnte sich auf der rechten Außenbahn durchsetzen, flankte gefühlvoll an den 5er, wo die Abwehr den Ball nicht rausbekommen hat, so daß Paul nur noch zum Anschlußtreffer einschieben musste. Unsere Überlegenheit wurde nun immer deutlicher und die Art und Weise wie die Chancen rausgespielt wurden war teilweise zum mit der Zunge schnalzen. Andi per Kopf und Direktabnahme nach Traumkombination, sowie Marc scheiterten am sehr starken Keeper der Sportfreunde. Mitten in diese Drangphase hinein fiel bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Gastgeber die Vorentscheidung, als Bernd etwas zu früh runterging und so den Pass auf den Torschützen nicht verhindern konnte, so daß dieser sich frei vor Steve die Ecke aussuchen konnte. Nur wenige Minuten später kamen wir aber wieder heran, als Marco nach der nächsten schönen Kombination am 16er die Übersicht behielt und Andi freispielte, der den Ball mit der Picke humorlos ins Netz beförderte. Es folgten einige weitere Angriffe und Chancen von uns, sowie eine für die Gastgeber die Steve im 1 gegen 1 per Fußabwehr souverän meisterte UND der negative Höhepunkt dieser ansonsten fairen Partie als Hoppel alleine auf dem Weg zum Tor per Notbremse kurz vorm 16er gelegt wurde ohne das der Gegenspieler eine Chance auf den Ball hatte. In einem AH-Spiel sollte man in so einer Situation den Gegner trotz Gefahr eines Gegentores laufen lassen, zumal es durchaus zu einer Verletzung hätte führen können und das in einem Spiel in dem es um nichts geht!!! Den anschließenden Freistoß schoß Heady knallhart in die Torwartecke, aber leider reagierte der Friedrichsdorfer Torhüter ein weiteres Mal herausragend. Den folgenden Eckball (die von Nez in dieser 2. Halbzeit hervorragend getreten wurden) köpfte Paul leider nur knapp übers Tor, so daß es bei der sehr unglücklichen knappen Niederlage blieb, bei der wir aufgrund der reiferen Spielanlage und der Mehrzahl an Chancen mindestens ein Unentschieden verdient gehabt hätten.

Trotz der Niederlage hat es den Jungs Spaß gemacht und wir haben eine gute Leistung gezeigt und zu einem sehr ansehnlichem, für Alte-Herren-Verhältnisse auch sehr schnellem Spiel beigetragen. Gespräche am Sportplatz und in der Vereinskneipe des Gegners, die für uns dazu gehören, rundeten diesen bis auf das Ergebnis gelungenen Montag Abend ab.Die Vorfreude auf das nächste Spiel war schon zu spüren und auch das Rückspiel gegen unseren starken Gegner ist schon geplant.

Aufstellung:

Döpfner – Lause, Weber, Overbeck – Künzel, M.Wolf, Salihu, Kus, Jonasson – Arnold, Haas

Joker: Presl, Ümit

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13.04.2022  FSV – SSV Heilsberg  4:1 (2:0) – Debütantenball nach 2,5 Jahren Spielpause

An diesem milden Frühlingsabend kam es 2,5 Jahre nach unserem letzten Spiel (3:2-Sieg in Massenheim seinerzeit) bei bestem Fußballwetter endlich wieder mal zu einem Wettkampf, auf den scheinbar sogar unsere Fans (Altvordere, Passive und Verletzte Spiele, Väter sowie Seniorenspieler) sehnsüchtig gewartet haben, die in so großer Anzahl stimmgewaltig vertreten waren, dass ich es mir nicht nehmen lassen kann sie hier namentlich (in Alphabetischer Reihenfolge) zu nennen – in der Hoffnung das ich keinen vergessen habe. Die AH sagt Danke für Eure Unterstützung an: Ali Aarabi, Phillip Beckmänning, Peter Gareis, Jens Häusler, Walter Höck, Karl-Heinz Kehl, Siggi Kendel, Albert Overbeck, Johannes Overbeck, Murat Palit, Wolfgang Schmutzer, Reinhard Schwertner, Thomas Stepina, Matthias Stieber, Stefan Wedel, Hans-Jörg Wessel und Rainer Zahradnik).

Unser Verletzter Spieler Christian Müller, der eigentlich auch zum Fußball gucken vorbei kommen wollte, erklärte sich glücklicherweise bereit unseren erkrankten Schiri kurzfristig zu ersetzen, so daß alles für einen schönen Fußballabend geebnet war – Vielen Dank dafür, Mülli!!

Trotz einiger Ausfälle aufgrund von Verletzungen und Corona sowie einigen Urlaubern konnten wir kurzfristig durch diverse Telefonate und glückliche Wendungen eine schlagkräftige Mannschaft zusammen stellen, bei der mit Erol Avci, Viktor Koch, Maximilian Overbeck und Siggi Freienstein auch vier „Neulinge“ zum Einsatz kamen.

Unter den Augen von unserem Coach Torsten Miska entwickelte sich das vorher prognostizierte enge Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften suchten immer wieder die spielerische Lösung, was trotz des holprigen Rasens auch überraschend gut gelang, wobei wir den Vorteil hatten vorher bereits dreimal auf dem Platz trainiert zu haben, während die Heilsberger aufgrund des gewohnten Kunstrasens schon einen kleinen Nachteil hatten. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit leichten Spielvorteilen für Heilsberg aber besseren Chancen für uns, kamen beide Seiten zusehends besser mit den Platzverhältnissen zurecht. Trotzdem dauert es bis 5 Minuten vor der Halbzeit (bei 2x 35 Minuten Spielzeit) bis wir im Anschluss an einen von Sasan von links hereingegeben Eckball durch einen Kopfballtorpedo von Nez in Führung gingen. 3 Minuten später kamen wir durch den schönsten Angriff des Abends zur 2:0 Führung. Einen von Heady aus der eigenen Hälfte von der linken Seitenauslinie vorgechippten Ball legte sich Höcki wunderbar in einer flüssigen Bewegung mit dem linken Oberschenkel am Gegenspieler vorbei um dann auf halblinks Hoppel anzuspielen. Dieser brachte den Ball wieder auf links in den Lauf von unserem Schwarzwälder Ole (der glücklicherweise kurzfristig zur Verfügung stand) der am 16er Eck den Ball einmal mitgenommen hat und dann mit Übersicht vors Tor spielte wo Erol nur noch zu seinem Debüttor einschieben musste. Schulmäßiger Angriff!!

In der zweiten Halbzeit stellten die Gäste auf drei Spitzen um, versuchten uns früher unter Druck zu setzen und schnell ranzukommen. Trotz Ihrer Spielstärke wussten wir das durch diszipliniertes Defensivverhalten und viel Laufarbeit zu verhindern, aber auch und vor allem Dank unserer starken Abwehr in der Heady seine starken Manndecker Max (hervorragendes Debüt) und Boris umsichtig dirigierte. Durch die Umstellung der Heilsberger kamen wir aber auch zu mehr Räumen und Chancen, auch wenn teilweise der letzte oder vorletzte Ball zu schlampig gespielt wurde. Trotzdem kamen wir nach einer Co-Produktion unserer beiden Joker zum 3:0. Andi brachte eine seiner unwiderstehlichen Flanken auf den zweiten Pfosten, wo Siggi in seinem ersten Spiel seit 12 Jahren und dem ersten für den FSV Kloppenheim seit 26 Jahren hochstieg und den Ball per Kopfballaufsetzer im Tor unterbrachte. Einmal Knipser – immer Knipser!! Ansonsten blieb das Bild gleich: Heilsberg mit etwas mehr Ballbesitz, aber meistens ca. 20 Meter vor dem Tor wegverteidigt und wir mit schnelleren Angriffen und den besseren Chancen. 10 Minuten vor Schluss kamen die Gäste nach einem Ballverlust an der Mittellinie und einem nicht konsequent genug geklärten Ball per Sonntagsschuss aber dann doch zum hochverdienten Anschlusstreffer. In der Schlussminute erhöhte Siggi nach abgefälschtem Querpass von Höcki mit links auf 4:1.

Auch wenn das Ergebnis gegen einen starken Gegner etwas zu hoch ausgefallen ist, standen wir am Ende trotzdem als verdiente Sieger da. Hervorzuheben bleibt die extrem faire Gangart auf beiden Seiten, wo die wenigen Fouls bereits innerhalb der Mannschaften geklärt wurden und unser Schiri kaum eingreifen musste. So macht Alte-Herren-Fußball Spaß!!!

Im Anschluss genossen wir einige Debütantenkisten, wobei auch noch einige offen geblieben sind, die wir aber nicht vergessen werden, dafür wird unser Keeper Sascha schon sorgen J und berauschend uns an dem Gefühl endlich mal wieder gespielt zu haben, das mit einem Sieg im Rücken natürlich noch etwas schöner daherkam – die letzten fanden erst gegen Mitternacht den Weg in die Dusche.

Die Vorfreude auf das nächste Spiel war schon zu spüren und auch das Rückspiel gegen unseren starken und fairen Gegner ist schon geplant.

Aufstellung:

Marscheck – Nitzsche, Weber, Overbeck – Koch, Höck, Salihu, Aarabi, Budenz – Avci, Haas

Joker: Künzel, Freienstein

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2021 – Corona ist immer noch Scheiße (egal ob als Virus oder Bier)!!!
+++ Lockdown und kein Ende +++ Fußball ist unser Leben

Wie schon im Jahr 2020 (siehe Jahresabschlussbericht 2020 unten), konnten wir aufgrund der nicht enden wollenden Pandemie und den zum Teil überzogenen Maßnahmen – bei denen keiner mehr genau wusste was man darf und was nicht – unser Jahr in den Alten Herren nicht so gestalten wie wir es gewohnt sind/waren.

Der 40. Fronleichnamsausflug musste erneut verschoben werden, Vereinsfeste (Straßen- und Hoffest) fanden nicht statt, interne Events (Darts, Kegeln, Grillfest, Fußballgolf oder Weihnachtsfeier) konnten nicht durchgeführt werden und Spiele haben wir nach Einigung innerhalb der Truppe auch keine ausgemacht, so daß wir nur unsere planmäßigen Trainingseinheiten Mittwochs Abends durchgeführt haben, auch wenn bis zum ersten Training eine unendlich scheinende Zeit verging L.

Am 26.05.2021 war es nach schier endlos wirkenden 7 Monaten dann so weit: Endlich wieder ein Alte-Herren-Mittwoch am Kloppenheimer Hang!!! Dieses Ereignis wollte gefühlt kein Aktiver verpassen, egal ob leicht angeschlagen, frisch geimpft oder sonstige Verpflichtungen. 23 (!) Mann im Training, denen man aber zum Teil die lange Pause – vor allem konditionell – anmerkte, wobei auch spielerisch der nicht gemähte Rasen einige Pässe retten musste. So manchem anderem Spieler merkte man allerdings an, das er in den 7 Monaten nicht auf der faulen Haut lag, sondern regelmäßig Sport getrieben hat, aber genau diese Jungs hatten in den Folgetagen quälenden Muskelkater, da die Bewegungen auf dem Fußballplatz doch andere sind als bei Joggen oder Radfahren. Immerhin musste trotz aller Anlaufschwierigkeiten keiner das Training vorzeitig abbrechen, so daß alle Beteiligten mit einem breiten Lächeln im Gesicht den Platz verließen und sich den Isotonischen Aufbaugetränken widmen konnten. Auch auf diesen Teil des Trainings wollte keiner verzichten und wir blieben eine Zeitlang in dieser großen Gruppe beisammen und das Grinsen auf den Gesichtern wurde immer breiter oder wie Sascha beim Blick in die Runde richtig feststellte: „Es sieht aus als wären erst sieben Tage vergangen und keine sieben Monate!“

So ging es im sportlichen Bereich mit einer guten Trainingsbeteiligung zwischen 13-20 Personen bis Ende des Jahres eifrig weiter, wobei wir uns immer an die zur jeweiligen Zeit geltenden Gesetze und Vorgaben was Abstände, Nutzung der Kabinen und Duschen, Nutzung der Kneipe (teilweise mit eingeschränkter Personenanzahl) gehalten haben, was teilweise wirklich sehr nervig war!!!

Von 26.5. bis 29.12.2021 kamen wir so zu guter Letzt dann doch noch auf 31 Trainingseinheiten, wobei sich Sasan (30), Sascha (28), sowie Heady, Nez und Boris (jeweils 24) als Trainingsfleißigste Spieler hervortaten.

Wir haben im Laufe des Jahres oder besser gesagt Halbjahres mit dem nach 3jähriger Fußballpause aus den Senioren zu uns gestoßenen Viktor Koch und dem zugezogenen Erol Avci (vorher ca. 20 Jahre Vereinslos) zwei Neue in unseren Reihen begrüßen dürfen, die menschlich wie die Faust aufs Auge passen und die sportlich nach ihrer langen Pause auch immer besser in Tritt kommen. Ein weiterer Neuzugang, mit dem wir nicht so richtig warm wurden, hatte sich nach einer aktiven und einer passiven Einheit schon wieder von selbst erledigt.

Leider haben wir mit Sven (bereits vor dem Lockdown), sowie Toto (seit Juni) und Kaya (seit September) drei Langzeitverletzte zu beklagen, die hoffentlich bald wieder zu uns stoßen und unsere geile Truppe noch weiter sportlich und menschlich aufwerten – Gute Besserung noch mal an Alle drei und natürlich auch an die Kurzzeitverletzten bzw. diejenigen die mit ihren Knochen den Kunstrasen in Groß Karben lieber meiden. Für die Nutzung der Kunstrasenfläche von Anfang November an, um unser Training zu gewährleisten, geht auch in diesem Jahr wieder ein herzlicher Dank an unsere Nachbarn und Sportfreunde von der KSG 1920 Groß-Karben.

Während dieser Kunstraseneinheiten haben wir auch die Spieler der 1. Und 2.Mannschaft, die sich während Ihrer Winterpause fit halten wollten bei uns aufgenommen, und Ihnen nebenher das gepflegte Kurzpassspiel beigebracht, das aktuell immer mehr zum Tragen kommt ;-))

Das wir auch ansonsten, wie in vielen anderen Vereinen üblich, kein Verein im Verein, sondern ein wichtiger Bestandteil des FSV Kloppenheim mittendrin im Vereinsleben sind, haben wir im Jahr 2021 auch anderweitig wieder nachgewiesen, in dem ausschließlich Spieler der Alten Herren sich um die Registrierung und das Kassieren bei Heimspielen der 1. Und 2.Mannschaft gekümmert haben, die Zweite Mannschaft bei Bedarf Personell unterstützt haben und auch ansonsten in großer Anzahl den Spielen beigewohnt haben, um die Mannschaften moralisch zu unterstützen. Die beiden großen Spendenaktionen im Verein die zum einen das Spendenkonto der Stadt Karben für die Feuerwehrleute im von der Flut betroffenen Ahrtal unterstützten und zum anderen der 17jährige Jill Hummel aus Bad Vilbel, die in Ihrer Freizeit Kleidung und Schuhe für Frühchen strickt finanziell unter die Arme griffen wurden ebenfalls zu einem großen Teil von uns mitgetragen. Für diesen ganzen Einsatz in allen Bereichen ein Herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!!!

Bei unserer  Jahresabschlusssitzung am 15.12.2021, die als einziger traditioneller AH-Event stattgefunden hat, einigten sich alle Anwesenden darauf, dass wir im Jahr 2022 wieder in unsere Alte-Herren-Normalität zurückkehren wollen und sowohl wieder in den Spielbetrieb einsteigen, als auch endlich die 40. Auflage des traditionellen Alte-Herren-Fronleichnams-Zeltausflugs stattfinden lassen wollen. Mögliche weitere Veranstaltungen werden sich hoffentlich im Laufe des Jahres ergeben, falls wir nicht wieder von der Politik, einem Virus oder sonstigen negativen Begleitumständen ausgebremst werden.

Zu guter Letzt wurde unser ehemaliger Torwart und heutiger Standby-Feldspieler Matthias „Schiene“ Stieber zum Sportler des Jahres 2021 gewählt. Nachdem er in den Jahren vorher schon oftmals nah dran war, war seine Wahl genauso überfällig wie verdient!!

Die FSV-Oldies wünschen allen FSV´lern, sowie allen befreundeten Teams und sonstigen Lesern unserer kleinen Kolumne das Sie gesund bleiben und wir uns bald in alter Frische wieder sehen!! Im Jahr 2022 könnt Ihr uns wieder öfter lesen, da der eine oder andere Spielbericht dazukommen sollte.