Alte Herren – Die Oldies

Ansprechpartner:

Sasan Aarabi
Frankfurter Str.27
61184 Karben-Kloppenheim
Tel.: 0152-22933602
Mail:  aarabi8@gmx.de

Bildergalerie der Alten Herren:

Berichte:

2020 – Ausgebremst durch Corona +++ Corona und kein Ende+++ Corona war schon als Bier Scheiße
Waren unsere Jahresrückblicke in den vergangenen Jahren noch voll von Ereignissen, Festivitäten und Statistiken, standen auch wir, die Oldies des FSV, im Jahr 2020 zeitweise genauso still wie gefühlt der Rest der Welt.Dabei hatte das Jahr vielversprechend angefangen und begann fast schon traditionell mit dem Sieg beim Karbener Hallenturnier – mit dem Unterschied das es sich in diesem Jahr nicht mehr um den Stadtpokal der Alten Herren handelte, sondern um die 1.Karbener Open.
Da mit dem VfB Petterweil ein weiterer Karbener Verein keine Alte-Herren-Truppe mehr aufs Parkett bringen konnte, waren wir uns als diesjähriger Ausrichter einig, dass ein Stadtpokalturnier mit dann nur
noch 4 Mannschaften keinen Sinn machen würde und den Arbeitsaufwand nichtwert wäre. Was also tun?
Nach Rücksprache mit den der Stadt (um den geblockten Hallentermin aufrecht zu erhalten) und den verblieben Karbener Vereinen FC Rendel, KSG 1920 Groß-Karben und FSG Burg-Gräfenrode, die auch alle ihr Kommen zugesagthatten, entschieden wir uns vier weitere Vereine an Bord zu holen, um relativ kurzfristig ein attraktives Turnier auf die Beine zu stellen.
Glücklicherweise waren die Vereine vom SC Dortelweil, SSV Heilsberg, SG Rodheim und den Sportfreunden Friedrichsdorf schnell Feuer und Flamme für unsere Idee, so dass wir das Turnier mit vereinten Kräften innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden stampfen konnten. Auf diesem Wege noch mal vielen Dank, an alle die beim Einkauf, der Organisation und den diversen Dienstengeholfen und für ein gutes Gelingen gesorgt haben – auch wenn es mit Sicherheit ein paar Kleinigkeiten gibt die man verbessern kann, aber für die Kürze der Zeit war das wieder mal beeindruckend wie gut wir als Kollektiv auf und neben dem Platz funktionieren!!!
Das Turnier wurde in zwei Vierergruppen mit anschließenden Platzierungsspielen ausgetragen und bot zum Teil attraktiven Hallenfußball – und mit uns am Ende einen verdienten Sieger, auch wenn wir im Finale gegen Dortelweil ein 7-Meter-Schiessen benötigt haben, um uns zum ersten Karbener-Open-Champion zu küren.
Das Feedback der anderen Mannschaften war allenthalben positiv und die Karbener Vereine einigten sich in bierseliger Runde darauf das Format beizubehalten und wie zu Stadtpokalzeiten den Staffelstab jedes Jahr weiterzugeben, damit jeder Mal in den Genuss der Ausrichtung kommt. Ein Treffen hierzu sollte im Frühjahr diesen Jahres stattfinden, was aufgrund der bekannten Problematik leider nicht durchgeführt werden konnte. Wir bleiben Positiv und hoffen das diese Zusammenkunft der Karbener Vereine im Laufe des Jahres 2021 zustande kommt und wir im Januar 2022 wieder den geselligen Budenzauber mit befreundeten Vereinen zelebrieren dürfen!!!

Eine Woche nach diesem gelungenen Turnier (und drei Tage vor dem ersten bestätigten Coronafall in Deutschland) trafen wir uns auf Initiative von Hoppel bei den Keglern der KSG 1920, um einen lustigen Kegelabend mit verschiedensten Spielen und Getränken zu verleben. Unser Deutscher Kegelmeister a.D. Delzepisch kannte aufgrund seiner jahrelangen Vita als Kegler natürlich diverse Spiele die wir mit viel Spaß und dem dazugehörigen Ehrgeiz absolviert haben. Das Thekenteam der KSG-Kegler, das uns an diesem Abend hervorragend betreut und bewirtet hat, war erstaunt über das eine oder andere Kegeltalent (wer es nicht in den Füßen hat, hat es halt in den Händen  ) in unseren Reihen, das sogar den Altmeister – der an dem Abend nur verlieren konnte – teilweise alt aussehen ließ. Insbesondere Uthi ließ aufhorchen, auch wenn man teilweise Angst haben musste, das die Kegel gespalten werden .
Ein wirklich gelungener Ausflug in eine andere Sportart, bei dem wir uns auch wieder einig waren, das man daraus ein jährliches Event machen könnte – wer rechnet da schon mit einer nie dagewesenen Pandemie???

Das nächste sportliche Highlight sollte Anfang März mit dem Hallenturnier in Friedrichsdorf steigen, bei dem wir in den letzten Jahren mehrmals knapp am Turniersieg vorbeigeschrammt waren und dieses Mal endlich den großen Coup landen wollten. Leider wurde schon relativ früh klar, das von unserer Erfolgstruppe des Karbener Turniers aufgrund von Operationen, Krankheiten und Urlauben (die waren da noch erlaubt) nicht viel übrig bleiben sollte. Da auch die potenziellen Nachrücker an dem Wochenende bereits verplant waren, stand sogar kurzfristig eine Absage im Raum, wovon wir uns allerdings schnell wieder verabschiedet hatten, da die Sportfreunde in den vergangenen Jahren oft genug mit kurzfristigen Absagen zu kämpfen hatten und wir unseren Mann stehen wollten, was uns auch allenthalben insbesondere vom Veranstalter großen Respekt einbrachte. Glücklicherweise konnten mit Salzi und Sven zwei Spieler dann doch noch Termine schieben, so daß wir mit 6 Mann (dazu kamen Stepi, Mülli, Paul und Heady) das Turnier bestreiten konnten.
Die Jungs hielten wacker dagegen, kämpften sich in die Spiele rein und wussten teilweise auch spielerisch zu überzeugen. Hut ab vor der Leistung, dem Einsatz und zu Platz 9 von 14 Mannschaften. Das Turnier war von Friedrichsdorfer Seite wie immer hervorragend organisiert und bot eine breite Auswahl an Speisen und Getränken. Allerdings hat es in den Jahren mit etwas weniger Mannschaften und nur einem Spielfeld mehr Spaß gemacht – auf dem zweiten Feld macht weder das Spielen noch das Zuschauen Spaß.

Da Coachi und Sasan über die Wintermonate eifrig telefoniert hatten, standen für das Spieljahr 2020 siebzehn Spiele, auch zum Teil gegen neue Gegner an, auf die es sich vorzubereiten galt. Neben unseren Trainingseinheiten, die wir in den kalten Monaten wieder auf dem Kunstrasenplatz in Groß-Karben austragen durften – dafür ein großes Dankeschön an unsere Freunde und Nachbarn von der KSG 1920 Groß-Karben – vereinbarten wir kurzfristig ein Testspiel über 3x 25 Minuten gegen unsere A-Jugend, deren Trainer Sasan die Jungs gerne an den Erwachsenenfußball gewöhnen wollte.
In den ersten 25 Minuten wurden wir von den Jungs förmlich überrollt, was selbst deren Trainer überraschte. Spielstark und schnell mussten wir permanent hinterherrennen, was mit einem Altersschnitt von über 40 gegen 17-,18jährige nicht so einfach ist. Mit einem 3:0 mit dem wir noch gut bedient waren ging es in die erste Drittelpause in der wir kleine taktische Veränderungen vornahmen, um einem Debakel aus dem Weg zu gehen. Die Änderungen fruchteten und fortan konnten wir das Spiel etwas ausgeglichener gestalten, so dass die Jungs nicht mehr ganz so viele Freiräume bekamen, in denen sie ihre Schnelligkeit ausspielen konnten. Durch diesen Kniff kamen wir bis Ende des 2.Drittels auf 2-4 heran.
In den letzten 25 Minuten konnten wir das Spiel dann endgültig zu unseren Gunsten drehen, wobei man dazu sagen muss, das bei der A-Jugend 6 Spieler eingewechselt wurden, die im normalen Punktspielbetrieb keine Einsatzzeiten bekommen haben. Nichtsdestotrotz stand am Ende ein 6:5 für uns und ein lehrreiches Testspiel für alle Beteiligten, das allen Spaß gemacht hat und auch gut anzusehen war. Die Jungs mussten feststellen das Ihnen teilweise noch die Ruhe und Übersicht fehlt auf neue Situationen zu reagieren und das taktisch noch was fehlt, aber das wird mit den Jahren und der Erfahrung kommen, während wir schmerzhaft aufgezeigt bekamen das wir im läuferischen und in Punkto Schnelligkeit doch nicht mehr ganz so fit sind wie wir größtenteils gedacht haben. Auch in diesem Fall waren sich beide Teams einig, dieses Spiel zu wiederholen und man verständigte sich auf die Osterferien – leider wurde dieses Rückspiel von einer „Fledermaus“ verhindert.

Auch wenn die Gefahr bereits näher kam, rechnete an dem Abend wahrscheinlich keiner damit, das wir bereits 4 Wochen (am 11.03.2020) später unser vorerst letztes Training haben werden.

Nach langen, quälenden, Fußballlosen Wochen (6 der vereinbarten Spiele waren hiermit bereits Geschichte, ebenso unser traditioneller Fronleichnams-Zeltausflug, der zum 40. Mal stattfinden sollte) kam Mitte Mai endlich das OK, wieder in Gruppen bis zu 10 Personen pro Spielhälfte zu trainieren, allerdings ohne Spielformen, was in einer Abstimmung innerhalb der Gruppe dazu führte, das die Mehrheit lieber noch mit dem Trainingsstart warten wollte, da ein Training ohne Spiel und anschließendes gemeinsames Bier kein AH-Training ist 
Am 17.06.2020 war es dann endlich wieder soweit – es durfte gekickt werden und es kam zum großen Hallo, auch wenn wir zum Leidwesen des Torjägers zum Anfassen uns nur mit dem jetzt üblichen Ellbogen- oder Faustgruß begrüßen konnten. Allenthalben blickte man in glückliche Gesichter von Männern die sich gefreut haben wie kleine Kinder, wenn man ihnen ihr Spielzeug wieder gibt und das Spielniveau war trotz drei Monaten Pause überraschend hoch. Auch wenn planmäßig bereits die nächsten Spiele anstanden, waren wir uns einig, dass wir bis Ende September erstmal keine Spiele austragen wollten, um die Zahlen nach der Urlaubszeit, sowie den Re-start im Seniorenbereich abzuwarten – womit auch die nächsten sechs Spiele vom Kalender gestrichen werden mussten. Hierbei muss man lobend erleben, das wir als AH den Verein tatkräftig bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes unterstützt haben.
Es folgten vier Monate mit vielen intensiven Trainingsspielen und einer hohen Trainingsbeteiligung – die immer zwischen 14 – 22 Teilnehmern lag – und mit sehr launigen dritten Halbzeiten, bei denen wir uns trotz aller Euphorie an die allgemeinen Abstandsregeln gehalten und die Vereinskneipe nicht betreten haben. Dann kam Mittwoch, der 28.10.2020, und die Ankündigung des zweiten Lockdowns (mit dem auch die letzten 5 Spiele zum Opfer fielen) – dementsprechend gedrückt war die Stimmung vor dem Training. Beim abendlichen Zusammensein hat man gemerkt, dass keiner nach Hause gehen wollte, so dass wir bis in die tiefe Nacht fast in kompletter Mannschaftsstärke blieben.
Trotz zweier Lockdowns kamen wir bis zum Ende des Jahres wieder auf insgesamt 30 gut besuchte Einheiten. Die meisten Trainingseinheiten absolvierten Sasan (26), Heady und Mülli (jeweils 25), sowie Höcki, Hoppel und Boris (jeweils 24).
Außerdem hatten wir mit Boris Nitzsche (bereits Ende 2019), Marco Kus, Yusuf Kaya, Torsten Drauth und Marc Jonasson 5 Neuzugänge zu verzeichnen, die unsere Mannschaft nicht nur verjüngen, sondern auch sportlich wie menschlich eine Bereicherung darstellen!

Als Spieler verloren haben wir leider Püppi, der aber passiv als unser Kassenwart noch sehr aktiv ist und unseren langjährigen Torwart Schiene, den eine komplizierte Schultergeschichte nicht mehr auf den Platz zurückkehren lässt. Wir sind aber froh, dass wir ihn trotzdem noch als Freund und passives Mitglied bei uns haben, da Covid am Ende dieses denkwürdigen Jahres ihn als Risikopatienten zu allem Überfluss noch mit voller Breitseite erwischt hatte und es teilweise am seidenen Faden hing, ob wir ihn überhaupt noch mal wiedersehen. Umso glücklicher sind wir, das er alles überstanden hat und wir ihn schon hoffentlich bald (wenn wir wieder loslegen können) in unserer Mitte begrüßen dürfen.

Jetzt hoffen wir das der Covid-Spuk schnellstmöglich vorbei ist, da noch viele Trainingseinheiten, Spiele, gemeinsame Stunden, Feste und Ausflüge auf uns warten!

Die FSV-Oldies wünschen allen FSVlern, sowie allen befreundeten Teams und sonstigen Lesern unserer kleinen Kolumne das Sie gesund bleiben und wir uns bald in alter Frische wieder sehen!!