FSV-Kloppenheim e.V. Abt. Fussball

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Wetterauer Zeitung, 27.12.2010

 

Walter Lochmann, 1957, hat mit zehn Jahren beim FC Germania Leeheim angefangen zu kicken, später FC Langendiebach, meistens Reserve, weil regelmäßiges Training nicht drin war, Karriereunterbrechung: »Steck das Trikot in die Hose, sonst hole ich dich raus.«
Seit Anfang der 80er diverse AH-Teams wie Spvgg Fechenheim, Dynamo Windrad Kassel, FFC Heilsberg, FV Bad Vilbel III, MAC und bis Mai 2009 Reserve FSV Kloppenheim.
Schiedsrichter und Jugendtrainer FC Massenheim, Gründung »PKH Kicker (Gruppe psychisch Erkrankter aus der psychiatrischen Klinik Philippshospital)« und »Inter Tarnow 80«.
1982 bis 2005 leitende Funktionen bei DAG und ver.di, dann vhs-Leiter im Wetteraukreis, seit 2007 selbstständiger Organisationsberater „Kairosagentur“ in Bad Vilbel.
Integrationsbeauftragter und Mitglied im Sportkreisverband. (mi)

Kämpfer für Respekt, Fair Play und gegen Diskriminierung

Sein Herz schlägt für Borussia Dortmund und den FSV Kloppenheim – Vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet – „Warum müssen Trikots in die Hose?“

Walter Lochmann, wie hat der Integrationsbeauftragte des Sportkreises Wetterau Weihnachten gefeiert?

Walter Lochmann: Den Heiligabend ganz traditionell mit Christbaum, Liedern und Geschenken und meiner Mutter. Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir mit der Familie meiner Frau gefeiert, und der Sonntag gehörte meiner Frau Konni, unserem 16-jährigen Sohn Max und mir.

Hat die Botschaft dieses Festes auch etwas mit Ihrem persönlichen Kampf für Respekt und Toleranz zu tun?

Walter Lochmann: Die biblischen Themen und Werte wie Aufrichtigkeit, Nächstenliebe und Barmherzigkeit, die ich gut mit Solidarität übersetzen kann, sind mir mit zunehmendem Alter wichtiger geworden, insofern ja.

Wie definieren Sie den Begriff Respekt, den ja ja auch Bundespräsident Christian Wulff in seiner Weihnachtsansprache eingefordert hat?

Walter Lochmann: Respekt ist für mich, den Mitmenschen so zu akzeptieren, wie er oder sie ist, und bedeutet auch einen fairen und achtsamen Umgang miteinander. Aber Respekt heißt auch, dass eine Gesellschaft dafür sorgt, dass alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, auch wenn sie arm, krank oder alt sind.

Sie kämpfen auch in Ihren Ämtern für diese Werte. Gab es Schlüsselerlebnisse in Ihrem Leben, die dieses Engagement in Gang gebracht haben?

Walter Lochmann: Ich hatte keine »Erweckungserlebnisse«, aber viele einzelne Erfahrungen, die mich bestärken, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Mich haben viele Männer und Frauen im meinen Umfeld geprägt, die sich engagiert haben, für ihre Überzeugungen einzustehen, und die es schaffen, klar und entschieden in der Sache zu sein und dennoch den Menschen dahinter zu achten. Wichtig war für mich mein A-Jugendtrainer in meinem Dorfclub. Es war Anfang der 70er Jahre nicht einfach, sich als nahezu einziger Gymnasiast zu behaupten, wenn man nicht der »Überkicker« war. Der Trainer hat dafür gesorgt, dass ich mich integrieren konnte, hat mir auch Respekt gegenüber meinen Mitspielern verschafft. Respekt hatte ich zudem vor meinen Eltern: sie haben das Sportheim ehrenamtlich bewirtschaftet. Als ein moslemischer Spieler kam, gab es ab dann statt der Schweinewürstchen halt Rindswürstchen, ohne großes Aufhebens. Eine kleine Sache mit großer Wirkung.

Und warum werben Sie gerade auf der Bühne des Sports für mehr Menschlichkeit?

Walter Lochmann: Fußball ist mein Leben - dieses Lied hat tatsächlich eine große Bedeutung für mich. Immer wenn ich in einen neuen Ort gezogen bin, habe ich mich umgeguckt und fast immer mich über das Kicken integriert und Kontakte geknüpft. Ob während des Zivildienstes mit psychisch Erkrankten in Riedstadt, im Studentenwohnheim in Frankfurt, in Kassel bei Dynamo Windrad oder in der Wetterau: dass unterschiedliche Menschen nur dann Erfolg haben können, wenn sie ihre individuellen Stärken in die Gemeinschaft einbringen, hat mich immer fasziniert. Dass ich oft genug mit traditionellen Trainern oder Spielausschussmitgliedern in Konflikt kam, gehört dazu. Noch heute leuchtet es mir nicht ein, warum die Trikots in die Hose müssen. Es gelingt dem Sport, Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft zu integrieren, vor allem im Fußball, dem Kampfsport, den Tanzvereinen.

Sie haben einmal gesagt, dass Sie häufig auf den Fußball-Plätzen Verstöße gegen diese Werte beobachten konnten.

Walter Lochmann: Das war eine halbernste Aussage, dass bei strenger Auslegung das Antidiskriminierungsgesetz auf dem Sportplatz wenig Geltung hat. Einige wenige Beispiele aus meiner aktiven Zeit: »Schwuler Ball«, »Wir spielen kein Schach, mach nicht wie ein Mädchen«, »Nazi«, »Spaghettifresser«, »Du bist doch behindert« oder »Alter Sack«. In fast allen Fällen kommt es ja nicht zur Eskalation, weil in der Regel akzeptiert wird, dass solche Äußerungen »in der Hitze des Gefechts« passieren können und die Beteiligten sich nach dem Spiel die Hand geben. Aber es gibt auch gezielte rassistische oder antisemitische Provokationen, und da muss dann hingeschaut und hingehört und aktiv eingegriffen werden. Dass der DFB und auch der Hessische Fußballverband in ihren Regularien Strafen bei rassistischen und antisemitischen Äußerungen und Handlungen vorsehen, sind wichtige Signale, auch wenn es in der Praxis der Sportgerichtsbarkeit eher selten zu solchen Verfahren kommt. Die Bekenntnisse zur Toleranz beinhalten auch zwingend eine Auseinandersetzung mit dem Thema Homophobie. Dass der DFB mit Dr. Zwanziger an der Spitze sich auch hier engagiert, rechne ich ihm hoch an.

Es geht im Leben und auf dem Platz also immer um »Fair Play«.

Walter Lochmann: Gerade weil in den Mannschaftssportarten und besonders im Fußball Menschen aus allen sozialen Schichten miteinander spielen und gegeneinander wetteifern, gewinnt der Gedanke des »Fair Play« noch mehr an Bedeutung. Was für viele Kicker zur gesunden Härte gehört (»Wir müssen fast schon brutal, mit sehr großer Aggressivität den Gegner bekämpfen«) oder von Trainern und Spielern abstiegsbedrohter Clubs gerne als »schmutziges« oder »ekliges« Spielen bezeichnet wird, trifft zunehmend bei vielen Kickern der Mittelschicht auf Kritik oder wird als »grenzwertig« bis hin zur »versuchten Körperverletzung« gewertet. Ähnliches gilt auch für die von Schiedsrichtern schwer zu erkennenden und zu beurteilenden verbalen Provokationen von Spielern oder auch von Zuschauerinnen und Zuschauern. Die große Herausforderung für die sportlich Aktiven ist es, Konflikte nicht zu ethnisieren - übersetzt bedeutet das, Zuschreibungen wie »Diese Ausländer spielen überhart« zu vermeiden. Es sollte ja im Sinne aller sein, dass überhartes Spielen unterbunden wird.

Im Prinzip müsste der Mannschaftssport doch eine Triebfeder der Integration sein. Wo sehen Sie die Probleme in Mannschaften, die mittlerweile zum Großteil aus vielen Nationalitäten bestehen?

Walter Lochmann: Wenn viele Nationalitäten in einer Mannschaft sind, ist es häufig einfacher, sich in der »Platzsprache Deutsch« zu verständigen. Probleme entstehen, wenn Regeln nicht eingehalten werden, wenn wenig Rücksicht genommen wird auf Aktive, die zum Beispiel kein Schweinefleisch essen und wenig oder keinen Alkohol trinken, und das trifft ja nicht nur auf Moslems zu. Probleme entstehen häufig zwischen den Mannschaften und wenn die Zuschauer mit blöden Sprüchen die Atmosphäre anheizen. Generell ist gerade im Westkreis Fußball ohne Migranten nicht mehr möglich und interkulturelle Öffnung angesagt. Monoethnische Clubs haben wir jetzt fünf - ich glaube nicht, dass mögliche Neugründungen für die Integration hilfreich sind. Wenn die Clubs aus konflikthaften Zusammenhängen entstanden sind wie zum Beispiel Inter Reichelsheim, ist es dort mit der interkulturellen Öffnung auch nicht einfach. Anders lagen die Dinge bei Emekspor Friedberg: Es gab Gespräche, an denen ich phasenweise beteiligt war, mit der Stadt Friedberg und den Clubverantwortlichen, um eine größere Gruppe aus der alevitischen Gemeinde in einen ortsansässigen Club zu integrieren. Es klappte einfach nicht, eine recht große Gruppe in einen Verein zu integrieren, und deshalb wird es noch eine geraume Zeit brauchen, bis es hier zu einem unverkrampfteren Miteinander oder einer »interkulturellen Öffnung« kommt - dies ist eine Aufgabe für alle Vereine, deutsche und Migrantenclubs. Trotzdem: es gibt wenig Bereiche in der Gesellschaft, in der so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander Spaß haben und »eine Sprache sprechen« wie in unseren Sportvereinen.

Könnte es sein, dass vielen der Begriff Rassismus, der ja auf Ihren Schildern steht, auf der Sport-Bühne zu krass erscheint. Was bedeutet Rassismus in diesem Bereich für Sie?

Walter Lochmann: »Kein Platz für Rassismus!« ist ein sportpolitisches Statement, das sich einerseits positiv auf die Vielfalt in den Vereinen bezieht und sich anderseits gegen eine Instrumentalisierung des Fußballs von Rechtsaußen zur Wehr setzt. Mit der Zivilgesellschaft und den Vereinen haben wir ein Eindringen des organisierten Rechtsextremismus in den Sport der Wetterau verhindert, soweit ich das überblicken kann. Das ist nicht wenig, wenn ich sehe, wie massiv gerade in den letzten Jahren die NPD versucht hat, in der Wetterau Präsenz zu zeigen und Fuß zu fassen. Auch das Buch von Sarrazin strotzt ja voller antimuslimischer Klischees. Weil die soziale Herkunft in keinem anderen OECD-Land so stark die Bildungschancen beeinflusst wie bei uns und Migranten häufiger in schwierigeren sozialen Verhältnissen aufwachsen und leben, ist hier Wachsamkeit und Flaggezeigen notwendig.

Wie waren die Reaktionen auf die Aktion?

Walter Lochmann: Es gibt vielfältige Reaktionen auf die Schilder-Aktion, von klarer Ablehnung über wohlwollende Gleichgültigkeit und einer unterstellten »politischen Neutralität des organisierten Sports« bis zu begeistertem Mitmachen und Unterstützung. Was mir einleuchtet, ist der Wunsch nach einer positiven Botschaft statt einer reinen »Anti-Parole«, deshalb gibt inzwischen unter dem Motto »Respekt! Kein Platz für Rassismus!« eine weitere Initiative, die sich bundesweit am Etablieren ist.

Fanden Sie es gut, dass beispielsweise türkische Fußballer in den Siebzigern erstmals ihre eigenen Vereine gegründet haben?

Walter Lochmann: Es gab in den 70er Jahren Kontakte zwischen unterschiedlichen Kulturen ja häufig nur auf der Arbeit. Der Hessische Fußball-Verband tat sich schwer, diese Vereine zu akzeptieren, und wollte anfangs durch unattraktive Rahmenbedingungen die Gründung erschweren. Die »ausländischen Arbeitskräfte« wurden häufig aus bestimmten Regionen angeworben und lebten in Wohnheimen zusammen. Der Wunsch, die Freizeit auch gemeinsam zu verbringen, ist nachvollziehbar, so dass italienische und jugoslawische, spanische und dann auch viele türkische Clubs entstanden sind. Ich interpretiere das aber so, dass dieser Entschluss bedeutet, wir sind da, und wir bleiben da. Es gibt halt dann eher gefühlte Nationalspiele, aber solange vor den Spielen nicht die Nationalhymnen gespielt wird und die Clubs zunehmend auch andere Nationalitäten aufnehmen, ist das zu akzeptieren.

Die Integration war auch ein großes politisches Thema im Jahr 2010. Warum jetzt?

Walter Lochmann: Es hat sich in der Tat in den letzten Jahren viel getan: Vor allem das rot-grüne Bekenntnis zur Einwanderungsgesellschaft, die Ergebnisse der Süssmuthkommission und die erleichterte Einbürgerung hin zu einem modernen Staatsbürgerrecht haben das Buntgemischte bejaht, über einen engen Kreis eines akademisch-intellektuellen Milieus hinaus. Das alles führt auf der einen Seite zu legitimen wachsenden Ansprüchen der Migrantinnen und Migranten, zur Aufforderung, die Lebens- und Arbeitsleistung zu würdigen und zu mehr Präsenz im öffentlichen Raum und in der Politik. Natürlich darf der Hinweis auf die erfolgreichen Männer- und Frauennationalmannschaft nicht fehlen, bei denen sichtbar hervorragende Integrationsarbeit geleistet wurde und wird. Auf der anderen Seite gilt immer noch der Spruch »Wir haben Arbeitskräfte geholt und es sind Menschen gekommen«, und da müssen wir doch konstatieren, dass der Versuchung oft nicht widerstanden wird, aus sozialen Problemlagen vermeintliche kulturelle Probleme zu machen. Und wenn die mit einer gehörigen Portion antimuslimischer Vorurteile garniert werden, steht das Thema Integration auf der Tagesordnung.

Gibt es für einen Integrationsbeauftragten auch sichbare Erfolgserlebnisse?

Walter Lochmann: Wir haben fast 60 Schilder »Kein Platz für Rassismus!« angebracht, wir haben verschiedene Veranstaltungen unterstützt wie dieses Jahr in Butzbach einen »Aktionstag für Mädchen - gegen Rassismus«, wir haben mit der Sportjugend und dem Projekt »Integration für Sport« Seminare zur interkulturellen Öffnung durchgeführt, wir sind an der Durchführung der Interkulturellen Woche aktiv beteiligt, arbeiten im Integrationsbeirat des Wetteraukreises mit und haben uns aktiv an den Aktionen gegen die NPD in Friedberg und Butzbach beteiligt. Und vor allem: Sportvereine und Politik wissen, dass sie im Sportkreis einen Ansprechpartner haben, und wir stärken die Aktiven in den Vereinen, die sich um interkulturelle Öffnung kümmern und sich für Integration stark machen.

Was sagen Sie den Leuten, die Ihnen vorhalten, dass man mit Schildern nichts verändern könne?

Walter Lochmann: Dass das Aufhängen eines Schildes allein natürlich nichts bewirken kann. Aber bevor ein Verein das Schild aufhängt, gibt es ja Gespräche und Diskussionen, man guckt sich die Zusammensetzung des Vereins genauer an, entwickelt Ideen beispielsweise für gezielte Ansprachen bestimmter Gruppen. Und man kann, wenn es mal wieder hitzig wird, auf das Schild zeigen und an die Botschaft erinnern.

Und verstehen Sie die Funktionäre auch, die Ihre Aktionen auf den Sportplätzen kritsch bewertet haben?

Walter Lochmann: Da wir niemanden »zwangsbeglücken«, gab es keine offensive Ablehnung. Ich kann das akzeptieren, und wir versuchen, andere Angebote zu machen - wenn jeder dritte Jugendliche in der Wetterau einen Migrationshintergrund hat, wird das Thema auf der Tagesordnung bleiben.

Sie sind kürzlich für Ihr Engagement mit einer Anerkennungsurkunde der Jury des Julius Hirsch-Preises gewürdigt worden. Beflügelt Sie das in Ihrer Arbeit?

Walter Lochmann: Anerkennung im Ehrenamt tut immer gut, und dass sich der DFB zunehmend für Integration und gegen Diskriminierung einsetzt, finde ich klasse. Beflügelt hat mich aber auch, dass drei ganz unterschiedliche Menschen mich vorgeschlagen haben: Landrat Joachim Arnold, ein Jugendtrainer vom FV Bad Vilbel, Alexander Klett und der Handwerksmeister Rafael Martinez, den ich vom FSV Kloppenheim gut kenne. Für ihn war übrigens ganz klar, dass er sich über den Fußball integriert hat und »gute Aktionen unterstützt«. Ausschließlich vergnügungssteuerpflichtig ist die Beschäftigung mit dem Thema ja nicht.

Was sind ehrenamtlich und persönlich Ihre Wünsche und Erwartungen für das neue Jahr 2011?

Walter Lochmann: Zuerst wünsche ich für alle Menschen ein friedliches und gesundes Jahr und Perspektiven für die krisengeschüttelten Regionen. Es sollte auch gelingen, den gesellschaftlichen Reichtum besser zu verteilen, um so den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft nicht aufs Spiel zu setzen. Im Ehrenamt wünsche ich mir die Fortführung der außerordentlich guten Zusammenarbeit im Sportkreisvorstand und der Servicestelle in Echzell. Was wir dringend brauchen ist eine stärkere Unterstützung des Ehrenamts, finanziell und durch entsprechende Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt: die Zunahme ungünstiger Arbeitszeiten, prekäre Arbeitsbedingungen und eine hochflexible Arbeitswelt machen es zunehmend schwerer, Zeit einzubringen. Persönlich will ich gesund bleiben, noch einige Jährchen kicken und fürs Vilbeler Stadtparlament mit einem guten Ergebnis gewählt werden.

Und welche Projekte planen Sie noch in Ihrem Amt?

Walter Lochmann: Nach der ja auch durch die WZ unterstützten öffentlichkeitswirksamen Schilderaktion kommen jetzt die Mühen der Ebenen, Unterstützung und Beratung von Vereinen, also eher weniger spektakuläre Aktionen - aber fragen Sie mich in einem Jahr noch mal.

Zu einem anderen Thema: Wie werden Sie als Borussia-Fan die Dortmunder Meisterschaft feiern?

Walter Lochmann: Still genießen - auch nach der Heimniederlage gegen die Eintracht beim Saisonfinale.

Was trauen Sie der Eintracht 2011 zu?

Walter Lochmann: Viel - schließlich ist Skibbe ja BVB-Mitglied. Aber ich habe meinen jungen Experten, Max Schäfer und Jonas Müller, gefragt, und die sind überzeugt, dass Platz sechs oder sieben drin ist, da schließe ich mich an.

Für wen schlägt eigentlich Ihr Herz auf der Wetterauer Sport-Bühne?

Walter Lochmann: Als Sportfunktionär freut mich die vielfältige Vereinssportlandschaft der über 460 Vereine in der Wetterau. Mein Herz schlägt für den FSV Kloppenheim, dort habe ich in hohem Fußballalter zehn schöne Jahre verbracht.

Könnten Sie sich eigentlich vorstellen, Ihr Engagement im Sportkreis noch zu erweitern?

Walter Lochmann: Wir sind im Vorstand und der Sportjugend wirklich gut besetzt und repräsentieren die Vielfalt der Vereinsstruktur und auch der sportpolitischen Überzeugungen mit einem äußerst engagierten Vorsitzenden, Thomas Alber. Ich bin mit dem, was ich einbringen kann, bestens aufgestellt. Ich habe ja schon angedeutet, was ich im Bereich Integration tue und bin ja auch noch für den Bereich Bildung zuständig. Mit einem Vereinsthementag am 7. Mai in Bad Vilbel werden wir ein neues Veranstaltungsformat entwickeln und anlässlich der Frauenweltmeisterschaft im März gemeinsam mit dem Fachdienst Frauen und der Spvgg Bad Nauheim 08 eine Ausstellung mit Rahmenprogramm auf die Beine stellen, das kostet Zeit und Kraft. Außerdem bin ich Mitglied im Kreispräventionsrat und in der Initiative Welcome 2011 und teile mir recht egalitär mit meiner Frau die Familienarbeit.

Sie arbeiten beruflich unter dem Motto der »günstige Augenblick«. Wie erkennen Sie den?

Walter Lochmann: »Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen« zitiere ich gerne Goethe und gerade bei schwierigen Entscheidungen hilft es mir, meiner Intuition zu folgen.

Walter Lochmann, vielen Dank für dieses Gespräch.

Michael Humboldt

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Wetterauer Zeitung

Gianluca Campagna gewinnt Monatswertung

Beim »Wetterauer Torjäger-Cup«, den die Wetterauer Zeitung in Zusammenarbeit mit Diplom-Betriebswirt Thomas Mayer (PTM-Consult Investment) in der Saison 2009/2010 zum bereits dritten Mal präsentiert, war der 31. März einer der ganz wichtigen Stichtage. Es galt nämlich zu klären, welcher Fußballer der heimischen Region die Februar/März-Wertung um den »Goldenen Torjäger« gewonnen hat und sich nach der Winterpause die fünfte von insgesamt sieben Monats-Trophäen, die im Laufe der Meisterschaftsrunde für herausragende Torjäger-Qualitäten vergeben werden, in der WZ-Sportredaktion abholen darf.

EINE SICHERE BANK ist Torjäger Gianluca Campagna (vorne in der Mitte) für den FSV Kloppenheim. Das schätzt auch sein Spielertrai
EINE SICHERE BANK ist Torjäger Gianluca Campagna (vorne in der Mitte) für den FSV Kloppenheim. Das schätzt auch sein Spielertrainer Tobias Vogeler (vorne links). Für den Sieg in der Monatswertung überreichte ihm Thomas Mayer (vorne rechts) den »Goldenen Torjäger«. Weitere Gratulanten sind die WZ-Redakteure Michael Humboldt (hinten links) und Michael Wiener (hinten rechts) sowie Torjäger-»Chef« Uwe Born. (Foto: sto)
Nach einem außerordentlich spannenden Rennen, dem drei Spieler aus der Gruppenliga, aus der Kreisoberliga und aus der A-Liga mit vielen Toren ihren Stempel aufdrückten, entschieden winzige 0,1 Punkte über den Monatssieg: Gianluca Campagna, 26-jähriger Stürmer in Diensten des A-Ligisten FSV Kloppenheim, hatte mit sieben Volltreffern, die 9,1 Punkte brachten, schließlich die Nase vorne, während sich Daniel Erbe vom ambitionierten Kreisoberligisten SV Gronau und Ersin Kizarmis, der beim Gruppenligisten KSV Klein-Karben II als treffsicherer Angreifer gefallen konnte, gemeinsam mit Platz zwei (9,0 Punkte) zufrieden geben mussten.

Für den FSV Kloppenheim geht Gianluca Campagna seit nunmehr drei Jahren auf Torejagd, und jene Zeitgenossen, die vermuten, die Wurzeln des Februar/März-Gewinners liegen wohl eher nicht im mittelhessischen Raum, haben richtig getippt, denn bei Gianluca Campagna ist der Name quasi Programm: Er ist waschechter Italiener, und zwar vom Scheitel bis zur Sohle. Sein Sieg in der Monatswertung basiert auf Kontinuität: Die Fußballer aus dem Karbener Stadtteil absolvierten unter der Regie von Spielertrainer Tobias Vogeler, der seinen Vertrag bereits verlängert hat, im Februar und im März summa summarum fünf Meisterschaftspartien - Gianluca Campagna war in allen fünf Matches unter den Torschützen zu finden, nämlich je zwei Mal gegen Rockenberg (3:1) und Nieder-Mockstadt/Stammheim (4:4) sowie je ein Mal gegen Ober-Hörgern (3:1), Assenheim (1:2) und Schwalheim (1:2).

Sein Wunsch für die Monate April und Mai: »Mit möglichst vielen Siegen auf der A-Liga-Bühne vielleicht doch noch einmal in die Nähe von Relegationsplatz drei kommen.« Dass er nicht auf ewig in der A-Liga Fußball zu spielen gedenkt, daraus macht der ehrgeizige Stürmer jedenfalls keinen Hehl: »Und eben deshalb halte ich mir für die kommende Saison alle Optionen offen.«

Die Torjäger-Top-5 im Februar/März

9,1 Punkte: Gianluca Campagna (FSV Kloppenheim/A-Liga) - 7 Tore (Faktor 1,3).

9,0 Punkte: Daniel Erbe (SV Gronau/Kreisoberliga) - 6 Tore (Faktor 1,5); Ersin Kizarmis (KSV Klein-Karben II/Gruppenliga) - 5 Tore (Faktor 1,8).

7,8 Punkte: Tony Passaro (Hessen Massenheim/A-Liga) - 6 Tore (Faktor 1,3).

7,5 Punkte: Timo Beck (SV Gronau/Kreisoberliga) - 5 Tore (Faktor 1,5).

Im laufenden Torjäger-Wettbewerb der Saison 2009/2010 ist Gianluca Campagna übrigens Spieler Nummer sieben, der sich über einen »Goldenen Torjäger« freuen durfte. Die bisherigen Gewinner waren Timo Beck (SV Gronau - Juli/August), Christoph Gräfe und Daniel Contin (beide SV Staden - September), Benjamin Bindewald (SV Steinfurth) und Sascha Bingel (FC Nieder-Florstadt) im Oktober sowie Christian Adler (SV Echzell) im November/Dezember.

Wir gratulieren ganz herzlich,

Der Vorstand und alle Fans

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Wetterauer Zeitung, 3.2.2010



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Wetterauer Zeitung, 23.6.2009


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Wetterauer Zeitung, 5.5.2009


 

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